Brandschutzhinweise

Weihnachtsbaum

Brandschutzhinweise der Feuerwehr

Die Weihnachtszeit naht mit großen Schritten und damit gehen alljährlich leider auch erhöhte Brandgefahren einher. Der Taunussteiner Stadtbrandinspektor Peter Till gibt daher nachfolgende Tipps zur Gefahrenvermeidung:
Adventkränze und Gestecke auf eine feuerfeste Unterlage (z.B. Kuchenplatte, großer Teller oder Metallteller) stellen.
Darauf achten, dass brennbare Dekorationen wie z.B. Schleifen oder Trockenblumen beim Herabbrennen der Kerzen nicht von den Flammen erfasst werden können.
Weihnachtsbäume am besten frisch geschlagen kaufen. Achten sie darauf, dass der Baum nicht bereits „nadelt“.
Gesunde und frische Exemplare erkennt der Käufer  an den glänzenden Nadeln und am typischen Baumgeruch, den sie verbreiten, wenn man sie vom Transportnetz befreit.
Wer beim Förster oder bei einer Plantage  kauft, darf den Baum sogar häufig selbst sägen und kann sich seiner Frische gewiss sein. Bei Händlern hilft Nachfragen, Bäume aus der Region haben einen kurzen Transportweg und sind deshalb oft frischer.
Den Baum bis zum Aufstellen im Freien oder in einem kühlen Raum aufbewahren und in ein mit Wasser gefülltes Gefäß stellen.
Weihnachtsbaumständer mit einem Wassergefäß verwenden und regelmäßig den Wasserstand auffüllen.
Zu Heizkörpern und auch zu brennbaren Materialien wie z. B. Vorhänge, Decken, Möbeln oder Stofftapeten genügend Abstand (mindestens 50 cm) einhalten.
Auf sicheren Stand durch einen auf die Größe des Baumes abgestimmten Ständer achten.
Wenn nötig (z.B. wegen Haustieren) den Baum zusätzlich durch Anbinden sichern.
Platzieren Sie den Baum so, dass er keine wichtigen Durchgänge versperrt und Sie bei Brandgefahr ungehindert den Raum verlassen können.
Verzichten sie auf leicht brennbaren Christbaumschmuck (Stroh, Papier, Watte, Zellulose).
Keine Wunderkerzen am Weihnachtsbaum abbrennen.
Bei Verwendung von Wachskerzen auf feuerfeste Kerzenhalter mit Kugelgelenk (wegen senkrechter Ausrichtung der Kerzen) achten.
Achten Sie auf das RAL-Gütezeichen. Es bestätigt, dass die Kerze Prüfungen etwa zu Abbrennverhalten, Tropffestigkeit und neuerdings auch zu Russverhalten und Nachglühen des Dochtes bestanden hat.
Echte Kerzen immer von oben nach unten und von hinten nach vorn anzünden und in umgekehrter Reihenfolge auslöschen. Außerdem sollten sie weit genug vom Ast darüber entfernt sein.
Heruntergebrannte Kerzen frühzeitig auswechseln.
Bei Wachskerzen den Baum keinem Windzug aussetzen. Besonders gefährlich sind wehende Gardinen, die sich an den Kerzen entzünden können.
Brennende Kerzen (gilt auch für Adventkränze und Weihnachtsgestecke) niemals unbeaufsichtigt brennen lassen.
Handelsübliche Kerzen entwickeln direkt über der  Flamme eine Temperatur von bis zu 750 Grad Celsius. Sogar 10 cm über der Flamme ist noch eine Hitze von 350 Grad Celsius möglich.
 
Streichhölzer und Feuerzeuge außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren.
Bei elektrischer Beleuchtung auf intakte Kabel, Sicherungen und Anschlüsse achten.
Nur geprüfte Lichterketten (VDE – Prüfzeichen) verwenden.
Keine Beleuchtungsketten selbst reparieren (Birnenwechsel ausgeschlossen).
 
Nicht zu viele Verbraucher über eine einzige Steckdose oder Mehrfachverlängerung betreiben.
 
Für den Notfall Löschmittel (gefüllter Wassereimer, eine Bodenvase mit genügend Inhalt oder Feuerlöscher) griffbereit stellen.
Weitere Ratschläge für ein besinnliches Weihnachtsfest:
Wunderkerzen von Kindern nur im Freien und unter Aufsicht abbrennen lassen, abgebrannte Wunderkerzen nicht an der Abbrandfläche anfassen – diese sind noch einige Zeit sehr heiß !!!
 
Bei Fondues auf den Brennstoff achten. Brennstoff dosiert verwenden. Vorsicht beim Nachfüllen von Brennspiritus in den bereits erhitzten Brenner (Gefahr der Selbstentzündung). Fonduegeräte nicht auf brennbare Unterlagen (Festtagstischdecke) setzen.
 
Brennende Fonduegeräte nicht mit Wasser sondern mit einer Löschdecke oder einem feuchten Tuch löschen.
 
Brennendes Fett in einer Pfanne oder in einer Friteuse niemals mit Wasser löschen, es kommt sonst zu einer Fettexplosion, d.h. das brennende Fett wird aus der Pfanne / Friteuse geschleudert und kann weitere Gegenstände in Brand setzen.
Legen Sie im Falle eines Falles einen dichtschließenden Deckel auf Pfanne oder Topf und ziehen sie das Behältnis von der Herdplatte zur Seite.
Löschen Sie ebenfalls nur mit einer Löschdecke, feuchte Tücher können sehr schnell „durchbrennen“!
 
Auch Kaminfeuer sollten ständig beobachtet werden, achten Sie darauf, dass keine Holzteile herausragen. Unmittelbar vor dem Kamin keine brennbaren Gegenständen (z.B. Teppiche) auslegen.
 
Und wenn es doch einmal brennen sollte:
 

  1. Bewahren Sie Ruhe
  2. Löschen Sie sofort mit Wasser oder einem Feuerlöscher

 
Falls das nicht gelingt:
 

  1. Verlassen Sie sofort  den Raum und verschließen Sie die Türen zum Brandraum.
  2. Wählen sie den Notruf 1 1 2 (keine Vorwahl notwendig)

 
Denken Sie beim Absetzen eines Notrufes an die fünf „W“s:
 
W e r               meldet das Ereignis
 
W o                 ist etwas geschehen
 
W  a s           ist geschehen
 
W i e               sieht es jetzt aus
 
W a r t e n      auf Rückfragen des Leitstellensachbearbeiters warten, nicht sofort wieder auflegen